• Produktberater: Waschmaschine

Waschmaschine Produktberater

Heutzutage findet man in Deutschland kaum einen Haushalt, der ohne eine Waschmaschine auskommt. Mit allen Modellen können mittlerweile beim Waschen von Wäsche sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Trotzdem unterscheiden sich die einzelnen Gerätetypen voneinander in verschiedenen Kriterien. Dieser Kaufberater liefert Ihnen einen kurzen Überblick über die unterschiedliche Waschmaschinen-Modelle und ihre Besonderheiten.

Bauarten

Bei den Bauarten der Waschmaschinen unterscheidet man zwischen zwei Gerätetypen – Frontlader und Toplader.

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Frontlader

Diese Bauart ist in den privaten Haushalten besonders häufig zu finden. Beim Frontlader wird die Wäsche durch ein Fenster an der Fronseite hineingegeben. In der Regel handelt es sich bei den Frontladern um unterbaufähige Standgeräte, die entweder freistehend oder unter der Arbeitsplatte in der Küche platziert werden. Es gibt auch einbaufähige Modelle, die optisch an die restliche Ausstattung in der Küche oder im Bad angepasst werden können. Frontlader sind gewöhnlich ungefähr 60 cm breit, genau so tief und haben eine Höhe von ca. 85 cm. Für besonders kleine Räume findet man auch Waschmaschinen, die lediglich 40 bis 45 cm in die Tiefe messen. Die Geräte in Standardgröße haben ein Fassungsvermögen von etwa 6 kg.

Toplader

Ein Toplader ist mit einer Klappe an der oberen Seite ausgestattet, durch die die Trommel mit Wäsche beladen wird. Dementsprechend sind diese Geräte nicht integrierbar noch unterbaufähig. Allerdings schätzen viele Kunden diese Waschmaschinen, weil sie aus der Standposition heraus beladen werden können und mit 40 bis 45 cm Breite sehr wenig Platz beanspruchen. Das Fassungsvermögen der Toplader ist allerdings mit maximal 5 kg pro Wäsche etwas geringer als bei den Frontladern.

Energieverbrauch

In den 1990-ern wurden die Waschmaschinen in verschiedene Effizienzklassen eingeteilt, um ihren Energieverbrauch zu bestimmen. Obwohl sich die Technik mittlerweile wesentlich weiter entwickelt hat, ist diese Einteilung unverändert geblieben. Fast alle modernen Waschmaschinen können dementsprechend der Effizienz-Klasse A zugeteilt werden, was bedeuten würde, dass ihr Energieverbrauch sehr niedrig ist. Da aber der tatsächliche Energieverbrauch, welcher übrigens in Kilowattstunden pro Waschgang angegeben wird, von dem Fassungsvermögen der Geräte abhängt, sollten Sie die Angaben bei verschiedenen Modellen miteinander vergleichen, um fest stellen zu können, wie viel Strom Ihr Wunschmodell tatsächlich verbraucht.

Wasserverbrauch

Im Durchschnitt verbraucht eine Waschmaschine heute zwischen 40 und 50 Liter Wasser pro Waschgang. Die besonders sparsamen Modelle kommen dagegen mit weniger als 40 Liter pro Wäsche aus.

Schleuderwirkung

Die Schleuderwirkung ist bei den Waschmaschinen besonders dann sehr wichtig, wenn die Kleidung nach dem Waschen in den Trockner kommt. Je besser die Schleuderwirkung, desto weniger hat der Trockner zu tun und desto mehr Strom wird dabei gespart. Achten Sie also beim Kauf einer Waschmaschine auf die maximale Zahl der Schleudertouren, die in Umdrehungen pro Minute gemessen wird. In der Regel erreicht eine moderne Waschmaschine etwa 1200 bis 1600 Umdrehungen pro Minute.

Waschprogramme

Die moderne Waschmaschine verfügt über eine Auswahl an Waschprogrammen, deren Zahl von Modell zu Modell variieren kann. Welches Programm verwendet werden soll, hängt von der Textilsorte und dem Verschmutzungsgrad der Wäsche ab. Die allernötigsten Programme sind auch bei den preisgünstigen Modellen zu finden, während ein größerer Umfang an Bedienungsmöglichkeiten sich meistens am Gerätpreis bemerkbar macht.

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Das übliche Universalprogramm ist für Kochwäsche und Buntwäsche geeignet sowie für Feinwäsche und Wolle, die bei jeweils verschiedenen Temperaturen gewaschen werden. Dieses findet man heute in fast allen Waschmaschinen. Ebenso Kurz-, Schon- oder Extraschleuderprogramme sowie Standardfunktionen wie Vorwäsche, Wasser Plus, Extra Spülen oder Spülstopp gehören mittlerweile zur Grundausstattung. Bei einigen Modellen kann sogar die Zahl der Schleuderumdrehungen stufenweise reguliert werden. Sehr praktisch sind Geräte mit dem einstellbaren Programmstart, da man damit die preisgünstigen Nachtstromtarife nutzen kann.


Für leicht verschmutzte Wäsche haben viele Modelle ein Kurzprogramm oder eine Zeitspar-, Schnell-, Kurz-Taste, um die Programmzeit zu verringern. Ebenfalls verfügen einige Waschmaschinen über Energiesparprogramme, die sich allerdings nur für bestimmte Sorten von Wäsche eigenen. Wer keine Lust hat, seine Wäsche vor jedem Waschgang zu sortieren, sollte den Kauf einer Waschmaschine mit Mix- oder Kombiprogramm in Erwägung ziehen.

Bei den Spezialprogrammen, die auf bestimmte Einsatzgebiete spezialisiert sind, gibt es viele Unterschiede. Es gibt zum Beispiel spezielle Programme für Businesskleidung, für Sportbekleidung und Mikrofaser oder für Wäsche mit besonders hartnäckigen Flecken. Es gibt auch Modelle mit Waschprogrammen extra für Fenstergardinen, für Jeanskleidung oder für besonders empfindliche Textilien.

Wir empfehlen Ihnen, sich vor dem Kauf einer Waschmaschine genau zu überlegen, welche Arten von Textilien oder Kleidung Sie besonders häufig nutzen oder tragen. Ein Gerät mit dem speziellen Waschprogramm spart Zeit und lässt Ihre Klamotten länger leben.

Ausstattung

Bei vielen Zusatzfunktionen der Waschmaschinen geht es in der ersten Linie darum, den Waschgang so komfortabel und umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Die Sauberkeit der Wäsche ist also von der technischen Ausstattung eines Gerätes nicht unbedingt abhängig. Natürlich gilt auch hier die Faustregel, dass je mehr Zusatzfunktionen eine Waschmaschine hat, umso höher ist ihr Preis. Eine Waschmaschine ist eine Anschaffung auf längere Zeit und dementsprechend sollten Sie beim Kauf weder am falschen Ende sparen noch zu viel Geld in irgendwelche Extras investieren, die Sie im Grunde genommen vielleicht gar nicht benötigen. Die folgenden Elemente gehören zur technischen Ausstattung der modernen Waschmaschinen:

  • ein Drehregler für die Programmauswahl, Temperaturregelung und Tasten für diverse Zusatzfunktionen
  • ein Display, das alle Informationen über den Waschgang als Text oder Symbole anzeigt (in der Regel bei Modellen in den oberen Preisklassen zu finden)
  • Anzeige für Beladungserkennung, die zur automatischen Dosierung des flüssigen Waschmittels oder zur automatischen Anpassung des Wasser- und Energieverbrauchs.
  • Sensoren zur automatischen Schaumregulierung und Anpassung der Wassermenge beim Spülen
  • automatische Spülung des Waschmittelfachs, damit die Waschpulverreste nicht manuell entfernt werden müssen
  • eine Schnittstelle für die Vernetzung aller Haushaltsgeräte, die in den neusten Modellen zu finden ist. In der Zukunft werden wir so unsere Waschmaschinen sogar vom Wohnzimmer aus bedienen können.


  • Nicht ganz außer Acht gelassen werden dürfen auch Bauart und Design einer Waschmaschine. Achten Sie also darauf, dass die Bedienoberfläche über die optimale Neigung verfügt, um die Bedienung so komfortabel wie möglich zu gestalten. Die Größe der Tür ist ebenfalls sehr entscheidend, denn je größer die Tür, desto schneller und einfacher lässt sich die Waschmaschine beladen und entladen. Im Endeffekt muss Ihnen die Waschmaschine vom Design her gefallen und optimal zu der restlichen Badausstattung passen.